Mitten im Hohenlohekreis, dem "Land der Burgen und Schlösser", zwischen Schwaben und Franken und zwischen Heilbronn und Schwäbisch Hall liegt die Große Kreisstadt Öhringen. Dieses Mittelzentrum im Nordosten Baden-Württembergs am Fluss Ohrn zählt fast 23.000 Einwohner auf 67,8 km² (339 Einwohner/km²) und kann auf eine lange Geschichte bis zurück zur Römerzeit verweisen. Heute ist Öhringen ein dynamischer Wirtschaftsstandort mit florierenden Einkaufsstätten sowie attraktiven Wohngebieten. Über die Autobahnen 6 sowie 81 sowie mit der Bahn ist die Große Kreisstadt an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen. Außerdem ist Öhringen Endpunkt der Karlsruher Stadtbahn.
Erstmals Geschichte schrieb der Ort noch in der Römerzeit. Beim Bau der Befestigungslinie Limes errichteten die Besatzer hier im Jahr 155 zwei Kastelle für 1000 Legionäre. Die Römer nannten ihren Stützpunkt Vicus Aurelianus. Nach dem Siegeszug der Alemannen zerfiel die Siedlung allerdings wieder und kehrte erst in einer Urkunde des Jahres 1037 wieder auf. Seit 1240 Stadt, wurde Öhringen im 17. Jahrhundert Residenz der Fürsten von Hohenlohe. 1973 verlor die Stadt ein Stück ihrer Bedeutung, weil die alten Landkreise Öhringen und Künzelsau zum neuen Hohenlohekreis zusammengefasst wurden - mit Sitz im kleineren Künzelsau. Darum nennen die Öhringer ihre Stadt noch heute "die heimliche Hauptstadt von Hohenlohe". Im Zuge der Gebietsreform bis 1975 gemeindete Öhringen neun Orte ein. Einen großen Werbeeffekt hatte die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für Öhringen: In der Stadt wohnte und trainierte die australische Nationalmannschaft. Das riesige Medienecho machte "2dotstown" (die Stadt mit den zwei Punkten) vor allem in Australien bekannt.
Das Mittelzentrum verfügt über bedeutende historische wie moderne Bauten: die spätgotische evangelische Stiftskirche aus dem Jahr 1497, Schloss (1616), Hofgarten, Tiergehege und Strandbad H2Ö sind nicht nur beliebte Ausflugsziele für Einheimische wie Besucher, sondern bieten auch den passenden Ort für zahlreiche Veranstaltungen. Bekannt in der weiteren Umgebung sind der traditionelle Pferdemarkt (seit 1582), das historische Treiben am Stiftsherrenmarkt, die "Lange Nacht der Kultur" in der ganzen Stadt sowie das "Märchenhafte Öhringen" in der Vorweihnachtszeit.
Öhringen hat ein Amtsgericht, ein Gymnasium sowie zehn weitere Schulen und ein Krankenhaus. Acht Religionsgemeinschaften unterhalten Kirchen und Gemeinderäume in Öhringen. Bedeutende Unternehmen der Stadt sind unter anderem die Huber Packaging Group (größter deutscher Hersteller von Verpackungen aus Weißblech) und der Automobilzulieferer Mahle. In Öhringen gibt es mehrere Museen, das städtische Weygang-Museum (Regionsgeschichte), Turmmuseum, privates Meeresmuseum, Auto- und Motormuseum sowie ein Glasmuseum. Neben den Fürsten von Hohenlohe sind die Vorfahren des späteren Bundespräsidenten von Weizsäcker die bekannteste Familie aus Öhringen.
| Zeitpunkt der Datenerhebung | Anzahl der Einwohner | Bevölkerungswachstum |
| 31. Dezember 2008 | 22.811 | |
| 30. Juni 2007 | 22.913 | |
| 31. Dezember 2005 | 22.706 | |
| 31. Dezember 2000 | 22.208 | |
| 31. Dezember 1995 | 21.433 | |
| 31. Dezember 1993 | 20.623 | |
| 31. Dezember 1990 | 18.535 | |
| 27. Mai 1987 | 16.942 | |
| 31. Dezember 1980 | 16.211 | |
| 31. Dezember 1975 | 16.011 | |
| 27. Mai 1970 | 11.367 | |
| 6. Juni 1961 | 10.050 | |
| 13. September 1950 | 7.475 | |
| Dezember 1945 | 5.858 | |
| 17. Mai 1939 | 4.582 | |
| 16. Juni 1933 | 4.618 | |
| 16. Juni 1925 | 4.208 | |
| 1. Dezember 1910 | 3.801 | |
| 1. Dezember 1900 | 3.570 | |
| 1. Dezember 1890 | 3.914 | |
| 1. Dezember 1880 | 3.723 | |
| 1. Dezember 1871 | 3.412 | |
| 1861 | 3.798 | |
| 1843 | 3.235 | |
| 1823 | 3.291 | |
| 1810 | 3.419 | |
| 1798 | 3.157 | ??? |